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10/27/2015

Pocketscience integriert Apple Indoor-Navigation

Pocketscience gehört zu den ersten Entwicklern, die Apples Indoor-Navigation in ihre Apps integrieren dürfen. Die Anwendungen sollen etwa in Museen zum Einsatz kommen.

Im Juni 2014 kündigte Apple auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC die Integration von Indoor-Navigation in seinem mobilen Betriebssystem iOS an. Im Alltag soll die Technologie dann zum Beispiel in Einkaufszentren die Suche eines bestimmten Geschäftes erleichtern oder im Museum bestimmte Kunstwerke lokalisieren.

Punktgenaue Navigation

Um eine exakte und schnelle Navigation innerhalb von Räumen zu gewährleisten nutzt Apple mehrere Komponenten der in Apple-Geräten verbauten Hardware. Um die Position des Nutzers erkennen zu können, wird unter anderem die Feldstärke von WLAN bzw. Bluetooth Signalen herangezogen.

Zusätzlich werden Gyroskop, Beschleunigungssensor und der Kompass genutzt, um Bewegung bzw. Stillstand zu erfassen und somit eine optimale Navigation garantieren zu können.

Registriert iOS, dass sich der Nutzer innerhalb eines Raumes bewegt, wird außerdem die GPS-Ortung deaktiviert, was zur Schonung des Akkus beiträgt. Der Übergang zwischen handelsüblicher Outdoor- und Indoor Navigation ist dabei nahtlos.

Erlesener Entwicklerkreis

Damit man überhaupt an Apples Indoor-Programm teilnehmen kann, müssen jedoch einige Bedienungen erfüllt werden. So ist eine der Voraussetzungen, dass der Ort öffentlich zugänglich ist und über eine Million Besuche pro Jahr hat. Auch ein durchgängiges und das Areal abdeckende WLAN-Netz sowie vollständige Referenzkarten müssen vorhanden sein, um am Programm teilnehmen zu dürfen.

Als langjähriger Partner von Apple wird Pocketscience die native Indoor-Navigation in Museumsprojekte integrieren. Die Entwicklerschmiede gehört somit zu den ersten Entwicklern, die Apples Technologie in ihren Apps umsetzt.

Laut Raphael Schneeberger, Geschäftsführer von Pocketscience, funktioniert die Zusammenarbeit mit Apple reibungslos. Für den Start fehlt nur noch die Ausmessung: „Unser System wurde für Apples System bereits vorbereitet, auch 3D-Karten wurden integriert. Es fehlt noch das Fingerprinting bzw. Ausmessen vor Ort.“