Digital Life
12/23/2012

Poke: Facebook macht Anstupsen zur App

Die Apps-Flut von Facebook nimmt kein Ende. Mit Poke hat das soziale Netzwerk nun eine weitere Stand-alone-App auf den Markt gebracht, mit der sich Fotos, Videos, Nachrichten und die im Deutschen als Anstupser bekannten Pokes versenden lassen. Die App ist kostenlos derzeit nur für iOS verfügbar und kopiert die Idee der etablierten App Snapchat.

Die Idee dahinter ist recht einfach. Die versendeten Pokes sind nur eine bis zehn Sekunden auf dem Bildschirm des Kontaktierten zu sehen, danach löschen sie sich quasi selbst. Wer die App übermütig zum Senden anzüglicher Bilder oder ähnlichem verwendet, sollte allerdings gewarnt sein. Laut Facebook kann man derartige Inhalte melden. Außerdem können die Angestupsen natürlich immer auch einen Screenshot von dem erhaltenen Poke machen und so die flüchtige Nachricht für die digitale Ewigkeit festhalten.

Gegen Konkurrent Snapchat
Mit der neuen App will Facebook einen weiteren mobilen Chat-Service anbieten und gleichzeitig wohl dafür sorgen, dass der neu erwachsene Konkurrent Snapchat, der sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreut, nicht zu groß wird. Die Regeln sind simpel. Für jede Nachricht, die versendet wird, kann man den Timer auf 1, 3, 5, oder 10 Sekunden einstellen. So lange ist die jeweilige Nachricht sichtbar. Man kann einen Poke sowohl an einen als auch an eine Gruppe von Freunden senden. Facebook zufolge werden die mittels Poke versendeten Beiträge nach zwei Tagen von den Servern gelöscht.

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