Digital Life
10.06.2011

Polizei forscht Drängler auf Facebook aus

Profilfoto auf Facebook entlarvte den Autofahrer.

In Nordrhein-Westfalen wurde ein Geschäftsmann mit seinem BMW auf der Autobahn bei Münster geblitzt, als er seinem Vordermann auf der Überholspur viel zu dicht aufgefahren ist. 400 Euro Bußgeld wurden fällig. Doch der Mann bestritt, am Steuer gesessen zu haben und schaltete einen Anwalt ein. Das berichtete die "Hamburger Morgenpost" am Freitag.

Die deutschen Ermittler durchforsteten darauf das soziale Netzwerk Facebook und fand dabei den Namen und ein Profilbild des Dränglers und erkannten ihn sofort vom Blitzerfoto wieder. Der Polizeisprecher begründete die Aktion mit dem Argument, dass es sich bei den Facebook-Daten um offen zugängliche Daten handle. Der Mann erklärte sich daraufhin bereit, das Bußgeld zu zahlen.

Macht das Beispiel Schule, so müssen sich Raser und Drängler in Deutschland künftig in Acht nehmen. Dort gibt es keine Kfz-Halterhaftung, weshalb viele Fahrer bestreiten, am Steuer gesessen zu haben. Über Facebook könnte die Polizei sie nun aber doch zu fassen kriegen.