Digital Life
18.05.2018

Polizei von Hawaii warnt vor Lava-Selfies

Ist es eine gute Idee vor 800 Grad heißem, flüssigen Gestein zu posieren? Nein, sagt die hawaiianische Polizei.

Der Kilauea-Vulkan auf Big Island in Hawaii ist seit dem 3. Mai 2018 aktiv. Über 1700 Einwohner mussten evakuiert werden, 36 Häuser wurden bereits von Lava zerstört. Was das für die Touristen heißt? Selfie Time!

Auf Instagram und Facebook tauchen immer neue Fotos auf, auf denen Touristen gefährlich nahe an die glühende Lava herantreten. Damit sie nahe genug für ein spektakuläres Selfie herankommen, tragen sie Atemschutzmasken, um nicht schon zuvor von der Asche und den Gasen niedergestreckt zu werden. Dass die Lava, von der sie nur ein paar Schritte entfernt stehen, um die 800 Grad heiß ist, dürfte ein akzeptables Risiko für ein paar Likes sein.

Weil der Wunsch nach Zustimmung in den sozialen Netzen anscheinend den Selbsterhaltungstrieb aussetzen lässt, hat die Polizei von Hawaii Straßensperren aufgestellt, damit Touristen nicht in die betroffenen Gebiete gehen. Nur Einwohner dürfen in diese Gebiete. Die Touristen umgehen die Sperren aber und setzen sich dennoch den Gefahren aus.

US-HAWAII'S-KILAUEA-VOLCANO-ERUPTS-FORCING-EVACUATIONS

Tödliche Lava

Die Lava sei tödlich, sehr tödlich, so die Polizei. Neben der direkten Gefahr durch die glühende Lava sei es auch gefährlich, wenn diese auf Wasserflächen treffe, weil es dann eine Explosion gibt. Außerdem können sich Felsspalten im Boden bilden, in die Touristen fallen und sich verletzen können. Derzeit wurden noch keine Selfie-Verletzten gemeldet und die Polizei hätte gerne, dass das auch so bleibt.

Verletzte und Tote nach Selfies kommen immer wieder vor. Als der Trend aufkam, sich auf Bahnschienen zu fotografieren, wurden mehrere Personen von Zügen erfasst. Menschen, die zu nahe an Felsklippen gingen für ein Selfie, stürzten hinunter. Auch Personen, die mit Tieren Selfies machen wollten, wurden angegriffen und dabei getötet.