Digital Life
06.07.2016

Polizisten verwendeten persönliche Daten für eigene Zwecke

Zwischen 2011 und 2015 sollen in Großbritannien Polizei-Beamte in mehr als 800 Fällen persönliche Daten aus Datenbanken preisgegeben haben. Konsequenzen gab es kaum.

Aus einer neuen „Big Brother Watch“-Veröffentlichung geht hervor, dass zwischen 2011 und 2015 die Polizei in Großbritannien persönliche Daten von mehr als 800 Personen außerhalb der Polizeikreise verwendet hat. Konsequenzen für die Mitarbeiter, die das taten, gab es nur in drei Prozent aller Fälle.

Belustigung

Ein Polizist soll etwa einen Freund zu einem Snapchat-Bild überredet haben, bei dem er den Führerschein eines Opfers, das einen lustigen Namen hatte, in der Hand hielt. Ein anderer Polizist soll Informationen über eine Frau rausgesucht haben, die er attraktiv fand. Das berichtet Boing Boing.

Big Brother warnt davor, dass die Behörden durch die neue „Snoopers Charter“ noch mehr Befugnisse bekämen und auf noch mehr Datenbanken zugreifen können.

In Österreich können rund 30.300 Exekutivbeamte können auf Versicherungsdaten ohne echte Kontrolle zugreifen. Zumindest ein Fall wurde bekannt, bei dem das System bereits missbraucht wurde.