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Sicherheit

POODLE: Neue SSL-Sicherheitslücke aufgedeckt

Am Dienstag hat der Google-Sicherheitsforscher Bodo Möller einen Blogeintrag veröffentlicht, indem er eine neue Schwachstelle im SSL-Netzwerkprotokoll erörtert. Die Schwachstelle erlaubt es, dass Hacker Informationen, die über das verschlüsselte Protokoll versendet werden, entschlüsseln können. Die Attacke bezeichnet Möller als Padding Oracle On Downgraded Legacy Encryption oder POODLE.

Betroffen sei demnach SSL 3.0, das bereits seit 15 Jahren im Einsatz ist, aber immer noch großflächig eingesetzt wird. Nahezu alle aktuellen Browser unterstützen den Standard noch. Schützen kann man sich derzeit nur, indem man SSL 3.0 komplett deaktiviert. Google selbst plane, den Fallback zu SSL 3.0 im hauseigenen Browser Chrome zu deaktivieren, entsprechende Tests würden bereits anlaufen. Der Schritt könnte bei einigen Webseiten zu Kompatibilitätsproblemen führen, weswegen Web-Admins schnell reagieren sollten.

Seit der massiven Heartbleed-Sicherheitslücke, die im April aufgedeckt wurde, steht SSL stark im Fokus von Technikern, um vergleichbare Schwachstellen schneller zu identifizieren und zu beheben.

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