Digital Life
05.08.2011

Pornofirma unterliegt gegen Google

Gericht weist Antrag auf einstweilige Verfügung zurück

Ein US-Berufungsgericht wies den Antrag auf eine einstweilige Verfügung einer US-Pornoproduktionsfirma Perfect 10 gegen Google zurück, berichtete CNet. Das in der Erwachsenenunterhaltung tätige Unternehmen behauptete, dass es von Google fast aus dem Geschäft gedrängt wurde, weil die Suchmaschine Miniaturansichten von Bildern des Magazins “Perfect 10” zeigte, die sonst nur zahlenden Kunden zur Verfügung standen. Das Unternehmen machte vor Gericht einen Schaden von 50 Millionen Dollar geltend. Die Richter begründeten die Ablehnung der einstweiligen Verfügung laut CNet mit einer mangelhaften Beweislage.

Perfect 10 habe keinen einzigen ehemaligen Kunden vorweisen können, der bereit war auszusagen, dass er oder sie aufgehört habe, Abogebühren für die Bilder zu bezahlen, seit die Minibilder in Googles Bildersuche aufscheinen würden. Perfect 10 hatte unter anderem auch Klagen gegen Amazon und den File-Hoster Megaupload eingebracht. Das Unternehmen wurde von Norm Zanda, einem ehemaligen IBM-Mitarbeiter und Mathematikprofessor an der Stanford University gegründet. Vor Gericht gab Perfect 10 an, kurz vor dem Bankrott zu stehen.