Digital-Life 28.11.2012

Post schneidet bei Paketdienst-Vergleich gut ab

Im virtuellen Online-Shop ordert man blitzschnell per Mausklick, ausgeliefert wird die Ware aber auf traditionellem Weg - und das funktioniert laut dem Testmagazin „Konsument“ oft schlecht. Die Dauer der Abwicklung, das Aufgeben und der Zustand der Pakete beim Eintreffen waren in den meisten Fällen in Ordnung. Kritik gab es an der Lieferung. Am besten abgeschnitten hat die Post AG.

Sechs Anbieter bemühen sich in Österreich um Kunden. Bei jedem Kandidaten wurden 17 verschieden große Pakete mit den gleichen Strecken österreichweit aufgegeben. Unter der Lupe: die teilprivatisierte Post AG, DPD Österreich, ein Franchisenehmer von DPD Deutschland, das der niederländischen und französischen Post gehört, GLS, deren Eigentümer die britische Royal Mail ist, und die zur Otto-Gruppe gehörenden Firma Hermes. Weiters im Test waren DHL, ein Tochterunternehmen der Deutschen Post, und die US-Firma UPS, wobei die Letztgenannten sich hauptsächlich an Unternehmen wenden und daher nicht beurteilt wurden.

Gute Noten für Post und DPD
Zweimal vergaben die Konsumentenschützer die Note „gut". Die bestplatzierte österreichische Post und DPD stellten die Pakete am schnellsten zu, nämlich nach durchschnittlich 1,4 Tagen. Dahinter lagen GLS (1,75 Tage) und Hermes (über 1,8 Tage), die beide als insgesamt „durchschnittlich" eingestuft wurden. Beim Prüfpunkt Paketaufgabe schnitt DPD am besten ab. Die günstigsten Preise bietet offenbar die Post AG mit im Schnitt 4,21 Euro. Der zweitplatzierte Paketdienst DPD verrechnete laut „Konsument" durchschnittlich 6,36 Euro pro Packerl.

Probleme bei Zustellung
Wenig zufriedenstellend verläuft allzu oft die Auslieferung, kritisierten die Tester, vor allem, wenn das Paket in Abwesenheit des Empfängers eintraf. So deponieren Zusteller immer wieder Sendungen frei zugänglich für Langfinger - auf der Hausbrieffachanlage, vor der Wohnungs- oder Haustür, auf der Terrasse - oder beim Nachbarn. Einen zweiten Zustellversuch gab es nur in zwei Fällen. Muss man das Päckchen in einem Shop abholen, kann dieser recht weit entfernt liegen, in einem Fall 13 Kilometer vom Zielort. Hier punktet die Post mit ihrem dichten Filialnetz und der Möglichkeit, eine Mitteilung im Hausbriefkasten zu hinterlegen.

Kaum Schäden
Erfreulich: Von 68 Sendungen kamen nur drei Pakete beschädigt an. Das war jeweils einmal bei Post, GLS und Hermes der Fall. Für Beschwerden ist der Absender zuständig. Er beauftragt den Paketdienst und kann daher reklamieren. Bei Problemen mit einer Zustellung sollte der Kunde deswegen immer auch den Absender informieren.

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( APA ) Erstellt am 28.11.2012