Davos
01/27/2011

Präsident Medwedew für freies Internet

Tunesien war Lektion. "Autoritäten sollten sich im Dialog üben."

Der russische Staatspräsident Dmitri Medwedew hat am Mittwoch das 41. Weltwirtschaftsforum in Davos eröffnet. In seiner Rede im Schweizer Wintersportort Davos warb er unter anderem für ein freies Internet. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Russland ungeachtet der jüngsten Terroranschläge ein Land sei, in dem sich Investitionen lohnen.

Gemeinsame Terrorbekämpfung

Medwedew war der erste prominente Redner des 41. Weltwirtschaftsforums, an dem bis Sonntag rund 2500 Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft diskutieren wollen. Er sagte, der Kampf gegen den Terrorismus gehe jeden an und müsse gemeinsam geführt werden. "Terror ist ein Hindernis im Bemühen zu einer Verbesserung unserer Welt." Russland werde sich aber durch Terrorismus "nicht in die Knie" zwingen lassen. Der jüngste Angriff auf einen Moskauer Flughafen mit 35 Toten stärke sein Land nur darin, einen wirksamen internationalen Schutz gegen Terror zu finden.

Völlige Freiheit des Internet

Grundsätzlich sprach sich Medwedew für die völlige Freiheit des Internets aus. "Russland wird keine Initiativen unterstützen, die Freiheit des Internets zu beschneiden. "Was in Tunesien geschehen sei, sei "eine substanzielle Lektion für jede Autorität" gewesen. Wenn sich diese Autoritäten nicht der Wirklichkeit, dem Chaos und der Unordnung stellten, würden sie bestraft. "Die Autoritäten sollten sich im Dialog üben, sonst verlieren sie die Basis", sagte der Staatspräsident. Dies sei auch eine Lektion und ein Test für Afrika und die arabische Welt gewesen.

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(apa,dpa,dadp)

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