Digital Life
04/27/2013

Privatsphäre kein Thema für NYC-Polizei-Chef

Nach den Anschlägen von Boston will er mehr Videoüberwachung

Die Bürgermeister sowie der Polizeichef von New York City setzen sich zusammen für mehr Videoüberwachung ein. Sie berufen sich auf die Anschläge von Boston und die Pläne der Attentäter, New York zu attackieren. In einer Pressekonferenz sagte Polizei-Chef Ray Kelly, Privatsphäre sei kein Thema mehr und vom Tisch. „Ich denke, niemanden kümmert das mehr. Leute akzeptieren das in einer Post-9/11-Welt".

Laut Bürgermeister Bloomberg sind mehr Videokameras jedenfalls sind eine sinnvolle Präventivmaßnahme, da Kriminelle nie wüssten, wo wie viele Kameras seien und sich daher immer beobachtet fühlen müssen.

Intelligentes System
Schätzungen zufolge sind zwischen 3500 und 6000 behördliche Kameras in New York installiert. Sie sind Teil des Domain Awareness Systems, das gemeinsam mit Microsoft entwickelt wurde. Es soll Videomaterial intelligent interpretieren können und beispielsweise Taschen oder Pakete entdecken können, die vom Besitzer alleine an öffentlichen Plätzen zurückgelassen wurden.

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