Digital Life
24.03.2013

Quadcopter zeichnen Star Trek-Logo in die Nacht

Das österreichische Team des Ars Electronica Futurelab hat im Rahmen einer Promo-Aktion für den neuen Star Trek-Film das Logo der bekannten Science-Fiction-Reihe mit Hilfe eines Quadcopter-Schwarms in den Londoner Nacht-Himmel gezeichnet. Damit wurde auch ein neuer Weltrekord für den Schwarmflug von Quadcoptern aufgestellt.

Das Ars Electronica Futurelab sorgte bereits bei der Linzer Klangwolke vergangenen September für Aufsehen, als es erstmals seinen computergesteuerten Schwarm von Mikrohelikoptern, sogenannte Quadcopter, fliegen ließ. Nun erhielt das Team zur Promotion des Kinofilms „Star Trek – Into Darkness" nochmals die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. 30 LED-bestückte Quadcopter vom Typ AscTec Hummingbird flogen am Samstag über dem Londoner Potter`s Fields Park direkt an der Tower Bridge und zeichneten ein dreidimensionales Star-Trek-Logo in den Nachthimmel.

Die Aktion fand direkt im Anschluss zur Earth Hour statt, im Rahmen derer die Beleuchtung einige Wahrzeichen der Erde abgeschaltet wurde. „Das Ganze war eine Riesen-Herausforderung, genau deshalb aber auch so reizvoll", sagt Horst Hörtner, Leiter des Linzer Ars Electronica Futurelab. Das Futurelab hält gemeinsam mit dem Münchner Quadcopter-Hersteller Ascending Technologies einen Weltrekord: Niemandem sonst ist es bislang gelungen einen derart großen Schwarm von völlig automatisch fliegen zu lassen, insbesondere nicht unter derart schwierigen Bedingungen.

"Ich habe gedacht, die sind verrückt"
Daniel Gurdan, CEO und Entwicklungsleiter von Ascending Technologies, war anfangs eher skeptisch: „Als das Futurelab zum ersten Mal bei uns angeklopft hat, hab ich mir noch gedacht, dass die völlig verrückt sind. Insbesondere der dichte Funk- und WLAN-Verkehr, Windböen, Luftfeuchtigkeit oder gar Regen ließen das Unterfangen zunächst unmöglich erscheinen. Mit Hilfe spezieller Hard- und Softwarelösungen gelang den beiden Unternehmen aber schließlich das Kunststück, das auf der Linzer Klangwolke sogar mehr als 50 Quadcopter beinhaltete. Die Entwickler haben ihre Erfahrungen in einem Reisetagebuch auf dem Blog mit zahlreichen Bildern veröffentlicht.

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