Digital Life
20.02.2015

"Racheporno-König" Hunter Moore bekennt sich schuldig

Der als „Racheporno-König“ bekannt gewordene Hunter Moore hat eingewilligt, sich des Computerhackings und Identitätsdiebstahls schuldig zu bekennen.

Dem 28-jährigen Hunter Moore, auf dessen Website Isanyoneup.com verlassene Liebhaber Nacktfotos ihrer Verflossenen veröffentlichen konnten, drohe eine Gefängnisstrafe von sieben Jahren. Angeblich hatte Moore einen Komplizen bezahlt, sich in hunderte E-Mail-Postfächer zu hacken und nach Nacktfotos für die Website zu suchen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stimmte Moore zu, in der Haft ohne Erlaubnis keinen Computer zu nutzen. Zudem werde er sich von den Opfern fernhalten, deren Zeugenaussage zu seiner Anklage geführt hatten. Die Bundespolizei FBI hatte die Ermittlungen aufgenommen, nachdem eine junge Schauspielerin Nackt-Selfies von sich auf der Webseite Isanyoneup.com gefunden hatte, die sie sicher in ihrem E-Mail-Fach abgespeichert hatte. Ihre Mutter rief daraufhin über den Nachrichtendienst Twitter weitere Opfer auf, gegen Moore auszusagen.

Hunderttausende Nutzer

Bevor Isanyoneup.com 2012 eingestellt wurde, war die Website angeblich von bis zu 350.000 Nutzern besucht worden. Die Website war anonym von Bullyville gekauft worden, einer Internetseite, die sich gegen Mobbing im Internet einsetzt. „Wir warten darauf, hunderte Aussagen von Opfern zu veröffentlichen, die wir an dem Tag erhalten haben als Isanyoneup.com geschlossen wurde“, teilte der Bullyville-Gründer James McGibney der Nachrichtenagentur AFP in einer E-Mail mit.

Im Jahr 2012 hatte Moore seine Internetseite in einem Fernsehinterview als Ort beschrieben, an dem „rachsüchtige Exfreunde ihren Frieden finden“. Das „Rolling Stone Magazin“ bezeichnete Moore als den „meistgehassten Mann im Internet“, andere Medien gaben ihm den Titel „Racheporno-König“.