© Gregor Gruber

Botnetz
01/12/2015

Router gehen auf Spielkonsolen los

Das Botnetz, mit dem Hacker zu Weihnachten die Spielenetzwerke von Microsoft und Sony lahmlegten, sollen hauptsächlich aus kompromittierten Routern bestanden haben.

Die Hackergruppe Lizard Squad, die sich zu den Angriffen auf die Gaming-Netzwerke von Playstation und Xbox bekannt habt, soll dem US-Sicherheitsexperten Brian Krebs zufolge hauptsächlich manipulierte WLAN-Router verwendet haben, um ihre DDOS-Attacken (Distributed Denial of Service) durchzuführen, wie Heise berichtet.

Das Botnetz, das die Hacker verwendet haben, besteht demnach vor allem aus schlecht gesicherten Heim-Routern. Die Hacker haben Software geschrieben, die solche Router infiziert und automatisch nach anderen, ungenügend gesicherten Routern sucht.

Werbeaktion?

Schlecht gesicherte WLAN-Router gibt es im privaten Umfeld zuhauf, oft werden die vom Hersteller vorgegebenen Standard-Logindaten verwendet (etwa Admin und Password). Der Code der Hacker kann aber auch schlecht gesicherte Computer oder Webcams für das Botnetz rekrutieren.

Krebs ist der Meinung, dass die Hacker die prestigeträchtigen Angriffe nur deshalb durchgeführt haben, weil sie Werbung für ihre Botnetz-Rekrutierungssoftware machen wollten. Die Lizard Squad selber hatte Spaß als Motivation angegeben.