Digital Life
07.11.2017

Routing-Fehler legte Teile des Internets in den USA lahm

In den USA fiel am Montag das Internet großflächig aus. Jetzt wurde bekannt, was die Ursache dafür war.

Vor rund einem Jahr hat eine DDoS-Attacke große Teile des Internets lahm gelegt, in dem das Infrastruktur-Unternehmen Dyn attackiert worden war. Am Montag gab es einen Ausfall des Internets ähnlichen Ausmaßes in den USA. Schuld daran war dieses Mal allerdings etwas Anderes: Eine Miskonfiguration eines Mitarbeiters bei Level 3, eines Internet-Backbone-Unternehmens, das andere große Netzwerke stützt.

Laut Informationen von Netzwerkanalysten sei die Miskonfiguration ein Routing-Problem gewesen, das einen sogenannten „Ripple-Effekt“ ausgelöst habe, wie „Wired“ berichtet. Unternehmen wie ComCast, Spectrum, Verizon, Cox und RCN waren in den USA betroffen.

Rasche Behebung

Laut Angaben von Level 3 sei der Fehler innerhalb von 90 Minuten behoben gewesen. Comcast und RCN bestätigten dass es Probleme gegeben hätte. Das Routing-Problem betraf sogenannte „Autonomous Systems“, die IP-Adressen in Netzwerk sowie ihre Routing-Pakete mit Daten tracken. Bei dem Vorfall am Montag hat es sich um einen Fehler gehandelt. Derartige Internet-Ausfälle hat es laut Wired bereits öfters mal gegeben. Eine Heatmap von DownDetector zeigt allerdings, wie gravierend das Problem war.