Digital Life
08.02.2015

Russische Beteiligung an Sony-Hack wahrscheinlich

Neue Untersuchungen des Sony-Pictures-Hacks legen nahe, dass auch eine russische Gruppierung beteiligt war. Die Angreifer sollen immer noch Zugriff auf die Server haben.

Die IT-Sicherheitsexperten bei Thaia haben ein Dokument veröffentlicht, in dem sie argumentieren, dass russische Hacker in den Sony-Vorfall verwickelt waren - oder vielmehr sind, denn die Fachleute gehen davon aus, dass die Angreifer immer noch Zugriff auf Sony-Systeme haben, wie heise berichtet. Laut Thaia hat der russische Hacker "Yama Tough" Kontakt zu einer russischen Gruppe hergestellt, die an dem Angriff auf die Systeme von Sony Pictures beteiligt gewesen sein soll.

Nordkorea? Russland? Beides?

Im Zuge der Analyse seien den Experten auch aktuelle Sony-Daten ausgehändigt worden, die bisher noch nicht veröffentlicht worden sind. Unter anderem handle es sich um interne E-Mails, die zwischen 14. und 23. Jänner verschickt wurden. Das legt nahe, dass die Hacker immer noch Zugriff auf Sony-Systeme haben. Laut dem Thaia-Dokument haben die russischen Angreifer manipulierte E-Mails an Sony-Angestellte in Asien und Russland geschickt, um sich Zugang zu deren Computern zu verschaffen. Von dort aus haben sich die Hacker weiter in die Sony-Systeme vorgearbeitet.

Sony-Administratoren hatten von ähnlichen Mails mit nordkoreanischem Hintergrund berichtet. Auch die US-Behörden haben den Angriff Nordkorea zugeschrieben. Thaia kommt in dem Bericht aber zum Schluss, dass russische Hacker zumindest an dem Angriff beteiligt gewesen sein müssen.