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Vorwurf
03/31/2011

Samsung dementiert Keylogger auf Laptops

Der IT-Spezialist Mohamed Hassan, Gründer der Firma NetSec, will eine Keylogger-Software auf zwei neuen Modellen des südkoreanischen Herstellers entdeckt haben. Laut Samsung handelt es sich dabei um eine Verwechslung bei einem Virus-Scan.

Der Gründer der Sicherheits-Firma NetSec, Mohamed Hassan, hat in einem Gastbeitrag auf der IT-Seite NetworkWorld seine Erkenntnsse über vorinstallierte Software auf neuen Samsung-Notebooks veröffentlicht: Auf den Modellen "R525" und "R540" hätte er das gut versteckte Programm "StarLogger" entdeckt. Gegenüber Hassan meinte ein Samsung-Techniker, dass die Software dabei helfe, die Leistung des Notebooks zu überwachen.

Samsung Australia hat jetzt auf die Anschuldigung reagiert, sie sei nicht wahr. Hassan hätte bei der Prüfung eine Sicherheits-Software namens VIPRE genutzt, die einen Ordner, die von der Software "Microsoft Live Application" erstellt wurde, während eines Virus-Scans als Keylogger-Programm eingestuft hätte.

"Our findings indicate that the person mentioned in the article used a security program called VIPRE [antivirus software] that mistook a folder created by Microsoft Live Application for ... key logging software, during a virus scan."

Anti-Viren-Spezialist F-Secure bestätigt Samsungs Angaben. Laut einem offiziellen Blogeintrag des Unternehmens verschuldete die Software VIPRE tatsächlich den entsprechenden Fehlalarm. Hassan habe die Behauptung einfach nicht ausreichend überprüft, so F-Secure.

Der IT-Seite Cnet zufolge kann die Keylogger-Software "StarLogger" sämtliche Tastatureingaben protokollieren, in regelmäßigen Abständen Screenshots machen und diese Aufzeichnungen per eMail - unbemerkt vom Nutzer - versenden.