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Darknet
02/13/2014

Schlag gegen Online-Drogenhandel: Fünf Europäer verhaftet

Holländische und deutsche Behörden haben die Online-Plattform "Utopia", auf der illegale Waren gehandelt wurden, geschlossen und fünf mutmaßliche Hintermänner verhaftet.

Utopia war eine Internetseite, auf der unter anderem Drogen, gestohlene Kreditkarten, Waffen und andere illegale Dienstleistungen oder Waren angeboten werden. Die Seite war erst vor neun Tagen ans Netz gegangen. Wie bei vergleichbaren Plattformen war auch hier der Zugang nur über das Anonymisierungs-Netzwerk Tor möglich. Deutsche und holländische Behörden haben die Seite in einer großangelegten Aktion stillgelegt und fünf mutmaßliche Hintermänner verhaftet. Bei den Aktionen wurden auch 900 Bitcoins im Wert von rund 446.000 Euro sichergestellt, wie die BBC berichtet.

Trotz ihres kurzen Daseins waren auf Utopia bereits über 13.000 Angebote zu finden, von Händlern, die weltweiten Versand versprochen haben. Die Preise wurden in Euro angegeben, die Transaktionen wurden aber in Bitcoins durchgeführt. Jetzt werden Besucher der Seite von einer Meldung der holländischen Polizei begrüßt. Die beteiligten Behörden bezeichnen die Stilllegung der Seite als großen Erfolg und heben hervor, dass Online-Verbrecher auch dann angreifbar seien, wenn sie Tor verwenden. Allerdings sind nach wie vor vergleichbare Plattformen im Netz erreichbar.

Bei den verhafteten Personen handelt es sich um fünf Männer aus Holland und Deutschland, im Alter zwischen 21 und 46 Jahren. Im Zuge der Ermittlungen haben verdeckte Ermittler tausende Ecstasy-Pillen, MDMA und Kokain gekauft. Angeblich soll einer der Verdächtigen auch versucht haben, einen Ermittler für einen Auftragsmord anzuheuern.

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