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Kanada
06/06/2011

Schüler fliegt wegen YouTube-Videos von Schule

In Kanada wurde ein 18-jähriger Highschool-Schüler von der Schule suspendiert, da die Schulautoritäten nicht mit dem Upload von selbst gemachten YouTube-Videos einverstanden waren. Jack Christie hatte einige Videos mit einer nach ihm benannte Comic-Figur erstellt, die sich satirisch mit aktuellen politischen Themen und Dauerbrennern wie Rassenfragen, Krieg, aber auch Whistle Blowing und Pädophilie auseinandersetzt.

Die von Christie in seiner Freizeit und teilweise sogar mit Hilfe seiner Lehrer produzierten Clips stießen der Schulverwaltung jedoch sauer auf. Da sich Christie weigerte, die YouTube-Videos offline zu nehmen, wurde er nun von der Schulleitung suspendiert – auf unbestimmte Zeit. Die betroffene Durham District School wollte den Fall auf Medienanfragen nicht kommentieren. Wenn unmoralisches Verhalten vorliege, welches das Ansehen der Schule beschädige, spiele es jedoch keine Rolle, ob dies während der Unterrichtszeit oder in der Freizeit außerhalb der Schule geschehe“, wird eine Sprecherin in kanadischen Medien zitiert.

Mitschüler und Webcommunity empört

An der Schule, aber auch im Internet regt sich nun heftige Kritik an der Entscheidung der Schule, zumal die beanstandeten Videos bis auf einige Schimpfwörter und zugespitzten Dialogen eher wie eine brave Anlehnung an Serien wie South Park scheint. „Sie haben meine Persönlichkeit auf unfaire Weise und aufgrund von etwas beurteilt, das nur zur Unterhaltung gedacht war“, kritisiert der Schüler. „Wir leben in einem Land, dessen Verfassung auf der Meinungsfreiheit und der Freiheit der Presse aufbaut. Ich habe das Recht zu sagen, was ich will, zumal es sich dabei nur um Comedy handelt“, lässt Christie sein Comic-Alter-Ego im jüngsten Spot sagen.

Ob und wann der Schüler wieder auf der Schule zugelassen wird, steht derzeit noch in den Sternen. Das YouTube-Profil von Christie findet sich hier.

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