Digital Life
11.03.2014

Schülerdaten: OECD sieht keinen Grund für PISA-Absage

Ein Nachholen der geplanten Vortests sei nur vor dem Sommer möglich. Österreich wäre das erste Land, das einen Studiendurchgang auslässt.

Die OECD sieht "keinen Grund, die PISA-Feldtestungen in Österreich abzusagen". Das berichten "Standard" und "Presse" in ihren Online-Ausgaben. Ein Nachholen der eigentlich für April und Mai geplanten Vortestungen sei nur bis zum Sommer möglich. Ohne Teilnahme am Feldtest darf Österreich nicht beim eigentlichen PISA-Test im Frühjahr 2015 mitmachen.

Österreich wäre laut OECD der erste Staat, der nach seiner Erstteilnahme an PISA einen Studiendurchgang auslässt. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat die Teilnahme Österreichs an allen Bildungstests der kommenden Monate gestoppt, da derzeit beim Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie), das die Erhebungen durchführt, die Datensicherheit nicht gewährleistet sei. Auf einem rumänischen Testserver einer Bifie-Partnerfirma waren im Vormonat ungeschützte Ergebnisse von informellen Schülertests aus den Jahren 2011 und 2012 aufgetaucht. Die Ministerin lässt deshalb eine Überprüfung der Bifie-Datensicherheit durchführen, die mehrere Monate dauert und bis zu den geplanten Testzeitpunkten nicht abgeschlossen sein wird.