Wohlfühlen könne man sich erst dann in einem selbstfahrenden Auto, wenn auch mögliche rechtliche Fragen bereits geklärt sind

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Forschung
09/06/2015

Selbstfahrende Autos mit falschen Signalen täuschen

Einem Sicherheitsforscher zufolge liegt bei selbstfahrenden Autos das größte Sicherheitsrisiko nicht in ferngesteuerten Hacks, sondern einfachen Signalfälschungen vor Ort.

Wer ein selbstfahrendes Auto aus dem Konzept bringen möchte, muss sich nicht immer in die Elektronik an Bord des Autos reinhacken. Der Sicherheitsforscher Jonathan Petit hat rausgefunden, dass man LIDAR (laser ranging common on autonomous vehicles) relativ einfach täuschen kann, in dem man Echos von falschen Autos und anderen Objekten durch Laser-Pulse erzeugt, wie "engadget" berichtet.

Alles, was ein Krimineller dazu brauche, sei ein Laser ohne viel Power, an Basis-Computergerät wie ein Raspberry Pi oder Arduino Kit und das richtige Timing. Der Sicherheitsforscher konnte selbstfahrende Autos aus 100 Meter Entfernung aus dem Konzept bringen, wie er in seinem „Proof-of-Concept“-Papier erklärt. Die Technik würde aber nur so lange funktionieren, solange das LIDAR-System nicht verschlüsselt sei oder auf eine andere Art und Weise verdeckt zugänglich. Es bleibt daher zu hoffen, dass diese Sicherheitslücke bis zu dem Zeitpunkt, zu dem selbstfahrende Autos in Massenproduktion gehen, längst gestopft ist.