Digital Life
19.05.2013

Sexdate-App: Apple entfernt „Bang with friends“

Der Auftritt währte nur kurz. Erst am 8. Mai war die umstrittene Applikation „Bang with friends“, die potenzielle Sexpartner unter den eigenen Facebook-Freunden sucht, auch als mobile Variante auf iOS und Android gelandet. Dass das als besonders prüde geltende Apple die App überhaupt zuließ, war eine kleine Sensation. Seit Freitag ist die App für iOS nicht mehr verfügbar.

„Wir arbeiten mit Apple, um BWF in Kürze wieder in den App Store zu bringen“, heißt es auf der Webseite von Bang with friends. Ob die Macher Apple mit der verwendeten Namens-Abkürzung in die Irre geführt haben und die App-Store-Verantwortlichen erst nachträglich entdeckten, worum es bei der App geht, ist ungewiss. Möglich ist auch, dass Apple die App zwar freigab, nach der Veröffentlichung aber Beschwerden von Apple-Usern eintrudelten.

Auf Facebook zum Sex-Date
Das Konzept des seit Anfang dieses Jahres bestehenden Services ist einfach erklärt. User, die Bang with friends den Zugriff auf ihr Facebook-Profil geben, können auswählen, mit welchem ihrer Freunde sie gerne schlafen möchten. Die Auserwählten werden aber zunächst nicht benachrichtigt, sondern erfahren erst von dem Plan, wenn auch sie die App installiert haben und dieselbe Person als begehrte Sexdates auswählen. Erst wenn es eine Übereinstimmung gibt, werden die beiden User per Nachricht informiert.

Einem Bericht von Business Insider zufolge sollen bereits 820.000 User die umstrittene App installiert haben. 70 Prozent der User seien zwischen 18 und 34 Jahre alt, die App-Entwickler sprachen davon, etwa 200.000 Paare ausfindig gemacht zu haben. Wie zuverlässig diese Zahlen sind, ist ungewiss. Laut der Business-Plattform seien die Verantwortlichen gerade dabei eine Million Dollar an Investitionskapital aufzustellen. Überraschenderweise seien tatsächlich bereits Investoren aufgesprungen.

Mehr zum Thema

  • Apple: Schwulenfeindlich oder doch nur prüde?