© dpa/Oliver Berg

Weitere Lücken

Sicherheitsforscher übernehmen Autos via Digitalradio

Wie sich jetzt herausstellt, ist der Hack der Sicherheitsforscher des Fiat-Chrysler-Jeeps von vergangener Woche nur die Spitze des Eisbergs. Auf der Sicherheitsmesse BlackHat in Las Vegas, die Anfang August stattfinden wird, werden viele Forscher noch weitere Angriffe auf Autos präsentieren – und man darf sicher sein, dass die Lücken nicht alle bei dem einen Hersteller liegen werden, sondern breit gestreut sein werden. Die Auto-Branche dürfte angesichts dessen wohl derzeit etwas in einen Unruhezustand gefallen sein.

Funksignale setzen System außer Kraft

Mit der NCC Group haben sich jetzt weitere Sicherheitsforscher an Medien, in dem Fall BBC, gewandt, mit Informationen, dass sich Fahrzeuge durch diverse Sicherheitslücken „ganz einfach“ von außen aus der Ferne übernehmen und steuern lassen.

Den britischen Forschern will es im Labor gelungen sein, mittels DAB (Digital Audio Broadcasting)-Sender entsprechende Funksignale auszusenden, wodurch das Informationssystem an Bord des Autos völlig außer Gefecht gesetzt wird. Das Gefährliche, an dieser Methode: Damit lassen sich auch mehrere Autos zugleich übernehmen und fernsteuern.

Hier wird in der Tat noch einiges auf die Auto-Branche zu kommen. Beim Fiat-Chrylser-Jeep-Hack war eines der größten Probleme, dass die Autos nur via USB-Stick gepatcht werden konnten. Der Hersteller sah sich damit dazu gezwungen, die Autos wegen dieses Sicherheitsproblems zurückzuziehen.

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