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Drogenumschlagplatz
01/12/2015

Silk Road Reloaded startet mit Tor-Alternative

Seit Montag gibt es mit Silk Road Reloaded einen neuen Drogenumschlagplatz. Dabei greift die Plattform nicht auf das Tor-Netzwerk zurück, sondern auf eine Alternative.

Um auf die Website zugreifen zu können, müssen Nutzer die Software I2P installieren oder die Einstellungen des PCs dahingehend ändern, dass Verbindungen zu I2P-Pages hergestellt werden können. Damit setzt der neue Drogenumschlagplatz im Web nicht auf den Anonymisierungsdienst Tor, sondern eben die Alternative I2P. Neu ist zudem, dass Silk Road Reloaded nicht nur Bitcoin akzeptiert, sondern auch andere Krypto-Währungen wie Anoncoin oder Darkcoin oder Dogecoin zur Bezahlung zulässt. Insgesamt sind acht Krypto-Währungen zugelassen, die Betreiber diskutieren zudem mit Nutzern gern weitere Zahlungsmöglichkeiten. Damit unterscheidet sich Silk Road Reloaded von den Vorgängern Silk Road und Silk Road 2, wie unter anderem Vice berichtet.

Am Dienstag startet in New York zudem der Prozess gegen Ross William Ulbricht. Dem 30-jährigen US-Amerikaner aus Austin (Texas) wird vorgeworfen, das Mastermind hinter Silk Road zu sein. Er soll unter dem Film-Pseudonym „Dread Pirate Roberts“ das Netzwerk gegründet und betrieben haben, über das von 2011 bis September 2013 Geschäfte im Wert von 1,2 Milliarden Dollar abgewickelt wurden, behaupten die Ermittler. Und er soll 80 Millionen Dollar Provision eingestrichen haben. Er bestreitet alle Vorwürfe.