INTERNET-TELEFONIE
12/23/2010

Skype stundenlang nicht erreichbar

Der Internet-Telefoniedienst Skype war in der Nacht auf Donnerstag für Millionen Nutzer stundenlang nicht erreichbar. Skype entschuldigte sich in seinem Blog für die Störung. Der Grund für die Ausfälle lag nach Angaben eines Unternehmenssprechers im gehäuften Ausfall von so genannten "Superknoten", die wie Telefonzentralen für Skype funktionieren.

Millionen Nutzer des Internet-Telefoniedienstes Skype waren am Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag von Ausfällen betroffen. Auch am Donnerstagmorgen waren die Probleme noch nicht restlos behoben.

Die auf der Skype-Website angegebenen Anzahl der aktuellen Online-Nutzer sank zeitweise um mehrere Millionen. Auf Twitter meldeten zahlreiche Nutzer Störungen.

Das Unternehmen räumte zunächst über Twitter ein, dass einige Nutzer Probleme mit dem Anmelden hätten. Im Skype-Blog hieß es wenig später, dass die Behebung der Probleme einige Stunden dauern könne. Gruppenvideogespräche könnten auch länger von den Störungen betroffen sein, hieß es.


Ausfälle von "Superknoten"

Als Ursache für die Schwierigkeiten wurden gehäufte Ausfälle so genannter "Superknoten" ("Supernodes") angegeben, die für Skype wie Telefonzentralen funktionieren.

Unter normalen Umständen sei eine große Anzahl an "Supernodes" verfügbar. Am Mittwochabend gingen jedoch viele der "Superknoten" aufgrund eines Problems mit einigen Versionen von Skype offline, hieß es in einem Statusupdate auf der Unternehmenswebsite: "Da Skype Verbindungen mit Supernodes benötigt erscheint der Status für einige Nutzer als offline."

Mega-Superknoten, die Skype nach eigenen Angaben schnellstmöglich installieren wollte, sollten bei der Behebung der Störungen helfen. Die Lage sollte sich nach Angaben des Unternehmens "schrittweise wieder normalisieren".

Dämpfer vor Börsengang

Zuletzt hatte Skype 2007 einen ähnlich massiven Ausfall erlebt. Das Unternehmen beziffert die Zahl seiner Nutzer auf mehr als eine halbe Milliarde.

Für Skype kommt der Ausfall zur Unzeit. Zum ersten ist Weihnachten und das Unternehmen wirbt seit Tagen mit kostenlosen Gesprächen um die Kundschaft. Skype plant auch seinen Börsengang und kann schlechte Nachrichten deshalb momentan überhaupt nicht gebrauchen.

Skype gehört mehrheitlich einer Investorengruppe um den Internetpionier und Netscape-Gründer Marc Andreessen. Einen kleinen Teil hält noch die Handelsplattform Ebay. Wann die Investoren Skype an die Börse bringen wollen, ist noch offen. Skype propagiert die Internet-Telefonie als Ersatz für das normale Telefon. Der Ausfall dürfte das Vertrauen in den Dienst nicht gerade gestärkt haben.

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(futurezone/dpa)

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