Digital Life
28.05.2015

Song Contest-Sieger war durch Social Buzz vorhersagbar

Eine Wiener Media-Agentur hat analysiert, ob der Song Contest-Gewinner durch die Nutzer-Interaktionen auf Twitter und Facebook vorhersagbar gewesen wäre.

Während andere den Song Contest-Abend vorm TV mit dem Smartphone in der Hand verbracht haben, liefen bei der Media-Agentur Mindshare die Rechner heiß: Sie berechneten den diesjähigen Song Contest-Gewinner anhand der Aufmerksamkeit, die dieser in den sozialen Medien wie Twitter und Facebook erzeugt hatte.

Mehrere Treffer

Die Agentur selbst behauptet nun, den Sieger bereits um 23.40 Uhr – also direkt vor der offiziellen Länder-Punktevergabe – korrekt vorab prognostiziert zu haben. „Pünktlich um 23:40 Uhr haben die über sechs Millionen Erwähnungen auf Twitter in einer im Haus erzeugten Voting-Simulation Schweden als den Sieger gezeigt. Dazu kommen die Vorhersagen für die Endergebnisse von weiteren drei Ländern in den Top 5 und für die von Österreich vergebenen 12 Punkte an Australien“, so die Media-Agentur am Donnerstag in einer Aussendung.

„In Zeiten von Big Data stimmt der Konsument bereits mit seiner Meinung und Aktivität ab, bevor er noch den Wahlzettel ausfüllt“, sagt Friederike Müller-Wernhart, Geschäftsführerin von Mindshare, dazu. Aus Sicht der Social Media-Expertin eignen sich speziell Großereignisse wie Wahlen, Votings und Befragungen für Prognosen aus den sozialen Netzwerken.

Twitter-Analyse "gut geeignet"

Twitter stellt sich als besonders geeignet für das Monitoring von großen Entwicklungen und Abstimmungen im Netz dar. Tatsache sei zudem, dass es noch nie eine so hohe Twitter-Aktivität in Österreich mit einem so hohen Mobil-Anteil gab als während des ESC, so die Agentur. Insgesamt wurden wie berichtet mehr als sechs Millionen Tweets zum Song Contest abgesetzt.

Die Media-Agentur selbst hat sich darauf spezialisiert, Werbung in Echtzeit zu adaptieren, um dadurch den Erfolg der Werbung zu steigern.