Digital Life
27.06.2016

Spott im Netz: Gudenus verwechselt Deix mit Haderer

Eine Hommage von FPÖ-Politiker Johann Gudenus an den verstorbenen Karikaturisten Manfred Deix ging nach hinten los. Er postete nämlich ein Bild des Zeichners Gerhard Haderer.

"Manfred Deix - ein großer Künstler ist von uns gegangen", kommentierte Johann Gudenus das Ableben des bekannten österreichischen Karikaturisten. Das Dumme daran: das auf Facebook mitgepostete Bild war keine Deix-Karikatur, sondern stammte aus der Feder eines weiteren bekannten österreichischen Zeichners: Gerhard Haderer. Viele User nahmen Gudenus den Fehler übel und bezeichneten ihn angesichts des Ablebens dieser großen Persönlichkeit als ignorant und dumm.

Trending auf Twitter

Vor allem auf Twitter erntete der Politiker - das Posting blieb zumindest einige Stunden online - in erster Linie allerdings Spott und Häme. Zig User ließen sich zu kreativen Memes und Tweets hinreißen, in denen bekannte Persönlichkeiten erwähnt wurden und gleichzeitig falsche Bilder dazu gepostet wurden. Beiträge, in denen der Karikaturist Haderer erwähnt wurde, wurden wiederholt mit Bildern des Kabarettisten Josef Hader versehen.

#Gudenus wurde am Nachmittag zum Twitter-Trend, der trotz des traurigen Anlasses einige lustige Kreationen hervorbrachte. Auch unter #TwitternwieGudenus ging online die Post ab. Ein User postete über russische Brombeermarmelade und postete ein Bild von Kaviar, auch Mozart musste mit einem Beethoven-Bild herhalten. Der ebenfalls verstorbene Götz George musste auch daran glauben und wurde unter anderem mit "Derrick" Horst Tappert und Tobias Moretti in Szene gesetzt.

Gudenus reagiert auf Facebook

Der Politiker selbst reagierte auf den Fehler verschnupft. Zwar gab er zu, dass es sich bei dem mittlerweile entfernten Posting um ein Bild von Haderer gehandelt habe, kritisierte im gleichen Atemzug aber Journalisten für das Aufdecken des Fehlers. "Oberg'scheide haben's halt auch nicht immer leicht und sollten an traurigen Tagen wie diesen vielleicht einfach einmal einen Lapsus als solchen sehen und durchgehen lassen", so das Statement auf seiner Facebook-Seite.