Digital Life
26.05.2014

Staatsanwälte setzen sich für LuzSec-Hacker "Sabu" ein

Weil der ehemalige LulzSec-Kopf Hector Xavier Monsegur, a.k.a. "Sabu", mit den Behörden kooperierte, soll ihm eine lange Haftstrafe erspart bleiben.

In einem Memo an das Bezirksgericht, das den Fall von Hector Xavier Monsegur behandelt, spricht sich die Staatsanwaltschaft für den ehemaligen LulzSec-Anführer aus. "Sabu", so der ehemalige Deckname des Cyberkriminellen, gab zu, Hackerangriffe, Kreditkartenbetrug und Identitätsdiebstahl begangen zu haben. Er wurde 2011 festgenommen und arbeitete seitdem als Informant eng mit dem FBI zusammen.

Monsegurs Informationen haben laut CNet dazu geführt, dass 300 Cyberangriffe verhindert wurden. Außerdem führte Monsegurs Kooperation zur Festnahme des Hackers Jeremy Hammond, der nun eine zehnjährige Haftstrafe verbüßen muss. Monsegur musste laut der ursprünglichen Anklage mit 21 bis 26 Jahren Haft rechnen.

Nun könnte er freigelassen werden, weil er "extrem wertvolle und produktive" Arbeit geleistet habe. Unter anderem wird davon berichtet, dass Monsegur nächtelang in Online-Foren unterwegs war, um dem FBI Beweise für die Anklage mehrerer Cyberkrimineller zu liefern.

Die Staatsanwaltschaft empfiehlt dem Gericht, die Haftstrafe auf sieben Monate zu verkürzen. Diese Zeit hat Monsegur bereits im Gefängnis abgesessen.