Gracenote versorgt den Computer beim Einlesen von CDs mit Informationen

© Reuters/LUKE MACGREGOR

Deutschland
01/21/2014

Steile Talfahrt von CD-Verkäufen gestoppt

Der Musikmarkt verzeichnet in Deutschland nach 15 rückläufigen Jahren erstmals ein Wachstum. Während digitale Downloads und Streaming boomen, werden weiter auch CDs gekauft.

Nach einer 15-jährigen Negativserie konnte der Musikmarkt in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals wieder ein moderates Umsatzwachstum verbuchen. Dies teilten der Bundesverband Musikindustrie und media control GfK heute in ihrem Bericht für das Jahr 2013 mit. So kletterte der Umsatz aus dem Verkauf physischer Tonträger und Downloads sowie den Einnahmen aus dem Musikstreaming nach ersten Einschätzungen um rund 1 Prozent auf etwa 1,45 Milliarden Euro.

CD immer noch hoch im Kurs

Zwei Drittel ihrer Umsätze macht die Musikbranche immer noch mit physischen Datenträgern, also CDs und Vinyls. „Wir sehen, dass jeder Bereich seine Fans hat und dass es eben nicht so ist, dass die oft tot gesagte CD nach zehn Jahren tot ist“, sagt Florian Drücke, der Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie.

Während die CD, die lediglich ein Minus von zwei Prozent verzeichnete, einen Großteil des Umsatzes ausmacht, kommt das Wachstum aber aus dem Onlinegeschäft. Digitale Musikverkäufe über das Netz in Deutschland stiegen 2013 um zwölf Prozent an, jeder vierte Euro wird mit Musik aus dem Internet verdient. Doch auch hier zeichnet sich bereits ein Paradigmenwechsel ab. Streaming-Angebote wie Spotify lösen zunehmend digitale Downloads ab, nicht unbedingt zur Freude der Industrie. So gingen in den USA 2013 sogar erstmals die digitalen Verkaufszahlen zurück.

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