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Digital Life
10/08/2014

Strache kritisiert Hilfe von Mobilfunkern für Flüchtlinge

Dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist ein Dorn im Auge, dass der Mobilfunkanbieter Drei Flüchtlingen in Wien mobiles Internet und 3Mobile TV zur Verfügung stellt.

Drei stellt Bewohnern eines Flüchtlingsquartiers in Wien mobiles Internet zur Verfügung, damit diese mit ihren Familien und Freunden, die zurückgeblieben sind, in Kontakt bleiben können. Die Aktion von Drei wurde gemeinsam mit der Volkshilfe gestartet und heißt "3Hilft", wie Tom Tesch, Pressesprecher von Drei, gegenüber der futurezone bestätigte.

Das gefällt dem FPÖ-Politiker offenbar nicht und er teilt seine Ansicht mit seinen Facebook-Freunden. „Wir haben jedoch auch viele obdachlose Österreicher, viele arme Österreicher und Menschen mit Mindestpension, denen diese Sponsorenleistung versagt bleibt!“, so Strache auf Facebook. Für bedürftige Österreicher bietet das Mobilfunkunternehmen jedoch seit Jahren spezielle Telefon-Tarife sowie einen kostenlosen Internetzugang an.

Stay in touch-Projekt

Drei ist zudem nicht der einzige Mobilfunkanbieter, der Flüchtlingen in Österreich hilft. Mit „Stay in touch“ gibt es ein eigenes IKT-Projekt, das von der „Internetoffensive Österreich“, der neben Drei auch T-Mobile und A1 angehören, ins Leben gerufen wurde. Die Breitbandanschlüsse werden von Mitgliedern der Initiative zur Verfügung gestellt – je nach Situation durch Mobilfunk oder Festnetz, ebenso wie PCs oder Tablets zur Verfügung gestellt werden. Durch diese „IKT-Schnellhilfe“ soll Betroffenen geholfen werden, mit ihren Angehörigen in Kontakt zu bleiben. Das Projekt soll in Zukunft mit Freiwilligen-Unterstützung noch weiter ausgebaut werden.