© Pavlok

Digital Life
05/20/2016

Stromschlag, wenn man das Konto überzieht

Die britische Firma Intelligent Environments will mit Wearables beim Sparen helfen.

Bankkunden, die ihr Konto überziehen, könnten schon bald mit einem Stromschlag zu mehr Ausgabendisziplin gedrängt werden. Möglich macht dies eine Finanzplattform, die mit dem Internet verbundene Geräte dazu nutzen will, Leuten bei der Kontrolle ihrer Finanzen zu helfen, berichtet der „Guardian“.

Interact IoT, nach Angaben der Entwickler die erste Finanzplattform auf Internet-of-Things-Basis, verbindet etwa Armbänder mit einem Bankkonto. Wird das selbstgesetzte Überziehungslimit erreicht, erhalten Nutzer zunächst eine Nachricht auf ihr Smartphone. Bremsen sie sich finanziell nicht ein, werden sie mit einem, wie es heißt, „mildem Stromschlag“ auf den Kontostand aufmerksam gemacht. Pavlok, so der Name des Armbands, kommt bereits auch zum Einsatz, um seinen Nutzern schlechte Angewohnheiten, wie etwa das Rauchen oder Nägelbeissen, abzugewöhnen.

Interact IoT kann aber auch mit dem Nest-Thermostat verbunden werden. Der Temperaturregler verringert dann bei einem zu hohen Minus am Bankkonto automatisch die Raumtemperatur.

Intelligent Environments launches world's first Internet of Things Bank from Intelligent Environments on Vimeo.

Nach Angaben der Entwickler vom britischen Untenrehmen Intelligent Environment stößt der milde Zwang zur finanziellen Selbstdisziplin vor allem bei jüngeren Leuten auf Interesse. Viele „Millenials“ hätten Angst davor, ihren Kontostand abzufragen, sagte Firmenchef David Webber dem "Guardian". Darüber hinaus trage der Trend zum kontaktlosen Bezahlen dazu bei, die Übersicht über die eigenen Ausgaben zu verlieren.