Digital Life
02.12.2014

Student darf falsch zugestellte Ware von Amazon behalten

In den vergangenen Tagen bekam ein Londoner Student irrtümlich mehr als 40 Waren von Amazon zugestellt. Jetzt darf er die Gegenstände im Wert von über 4.500 Euro behalten.

Im Londoner Vorort Bromley hat Weihnachten für einen Studenten dieses Jahr schon im November begonnen. Er bekam durch eine Organisationspanne beim Versandriesen Amazon Elektronikgeräte und andere Waren im Wert von 4.500 Euro zugeschickt - und darf sie nun behalten. Mit einem breiten Grinsen und Dutzenden Paketen posierte der 22-jährige Robert Quinn nun für die Boulevard-Zeitung "The Sun".

Ein 55 Zoll großer 3D-Fernseher, eine Spielekonsole, ein Laptop und gleich mehrere Tablet-Computer: In den vergangenen Tagen kamen bei Quinn haufenweise Pakete mit 46 verschiedenen Produkten an, die der verdutzte Empfänger gar nicht bestellt hatte. "Alle Pakete waren mit Retoure-Aufklebern versehen", erzählte Quinn der "Sun". Seinen Aussagen nach waren die Lieferungen eigentlich für ein Versandzentrum bestimmt, in dem Amazon Rücksendungen bearbeiten lässt. Dort seien sie jedoch wegen einer Panne bei der internen Datenverarbeitung nie angekommen.

Ware darf behalten werden

Was dann geschah, überraschte Quinn noch mehr: "Ich habe Amazon kontaktiert, und sie versicherten mir dreimal schriftlich, dass ich alles behalten könne, was angekommen ist." Wenn andere Kunden durch ihn Geld verloren hätten, "wäre das ein Problem für mich gewesen", sagte der Student der Ingenieurswissenschaften. Aber Amazon habe klargestellt, dass das nicht der Fall sei.

Auf AFP-Anfrage bestätigte die US-Firma, dass die Angelegenheit inzwischen "geregelt" und Quinn informiert worden sei, dass er alle irrtümlich bei ihm abgelieferten Pakete behalten könne. Damit ist der junge Mann nun auch Besitzer eines neuen Elektrorasierers, eines Heizstrahlers und eines Bücherregals.

Quinn will die unverhoffte Lieferware aber mitnichten komplett zuhause horten, sondern die meisten Elektrogeräte wieder verkaufen, um die Einnahmen in seine jüngst gegründete Kleinfirma zu investieren. Einige der Pakete will er an wohltätige Einrichtungen weiterreichen - und damit noch jemand anderem eine Weihnachtsüberraschung bescheren.