Digital Life
16.02.2014

Studie: Internet-Trolle haben Gemeinsamkeiten mit Sadisten

Eine kanadische Studie sieht Zusammenhänge zwischen Trollen und Sadismus. Dieses Merkmal sei bei den befragten Trollen besonders stark ausgeprägt.

Trolle, also Personen, die online durch provokante Kommentare eine Diskussion stören wollen, waren bisher stets durch den Deckmantel der Anonymität geschützt. Eine Studie der Universität von Manitoba versuchte nun aber, die Persönlichkeitsmerkmale dieser Trolle zu untersuchen. Dabei wurden vor allem die „dunklen Eigenschaften“ - Machiavellismus, Narzissmus, Psychopathie und Sadismus - auch bekannt als die Dunkle Tetrade, untersucht. Die Studie fand besonders starke Korrelationen zwischen diesen Eigenschaften und der Online-Aktivität Trollen. Die Eigenschaften waren umso stärker ausgeprägt, je häufiger online kommentiert wurde. Einzige Ausnahme war Narzissmus.

Internet als Spielplatz

Vor allem Sadismus stach hervor. „Sowohl Trolle als auch Sadisten verspüren eine sadistische Freude darüber, wenn sie andere leiden sehen. Sadisten wollen einfach nur Spaß haben und das Internet ist ihr Spielplatz“, so die Autoren der Studie. Die Studie zeigt jedoch auch, dass nur eine kleine Zahl der Online-Nutzer tatsächlich Trolle sind. Lediglich 5,6 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Trollen. Der Großteil, insgesamt 41,3 Prozent der Befragten, kommentieren überhaupt nicht. Insgesamt wurden 1215 Personen befragt.