Digital Life
13.06.2015

Studie: Smartwatches von LG und Samsung sind unsicher

Sicherheitsforscher einer US-Universität haben Smartwatches von LG und Samsung untersucht. Persönliche Informationen werden dort unverschlüsselt gespeichert.

Smartwatches sind meist ohne Smartphone nutzlos, dennoch werden zahlreiche Daten auf ihnen zwischengespeichert. Das kann zum Sicherheitsrisiko werden, warnen Forscher der University of New Haven. Ihnen ist es gelungen, persönliche Daten von Smartwatches von LG und Samsung auszulesen.

Von der LG G Watch, einer der ersten Smartwatches mit Android Wear, konnten neben der E-Mail-Adresse des Besitzers auch der Kalender, Kontakte sowie die Schrittzähler-Daten ausgelesen werden. Von Samsungs Gear 2 Neo, die auf Tizen läuft, konnten Gesundheitsdaten, E-Mail-Adresse, Nachrichten und Kontakte entwendet werden.

Apple Watch unter der Lupe

All diese Daten waren laut den Forschern unverschlüsselt. „Es war nicht sonderlich schwer, die Daten auszulesen. Man muss sich aber damit auskennen und wissen, wo man sucht“, so Ibrahim Baggili, einer der Sicherheitsforscher. Dennoch sind nun die Hersteller gefordert, die derartige Daten besser vor Dritten schützen müssen. LG und Samsung betonten in Statements gegenüber CNet, dass man mögliche Sicherheitslücken ausfindig machen und beseitigen wolle.

Weitere Details wollen die Forscher im Rahmen einer Konferenz im August veröffentlichen. Derzeit sind Smartwatches noch kaum verbreitet, der Einstieg von Apple hat dem Markt aber spürbar Schub gegeben. Diese werde derzeit von den Sicherheitsforschern noch untersucht, Ergebnisse gab man aber noch nicht bekannt.