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Digital Life
07/19/2013

Studie zeigt meistumkämpfte Wikipedia-Artikel

Britische Forscher analysierten, bei welchen Wikipedia-Einträgen die meisten Änderungen vorgenommen werden, die sofort nach dem Anlegen wieder rückgängig gemacht werden. Dadurch fand man die heißesten Zonen des "Editierkriegs" auf der Online-Enzyklopädie.

Religiöse und politische Einträge stellten sich in der neuen Studie (PDF) als die am heißesten Umkämpfen Wikipedia-Abschnitte heraus. Über alle zehn analysierten Wikipedia-Versionen in verschiedenen Sprachen stellten sich Israel, Adolf Hitler, der Holocaust und Gott als die Brennpunkte des "Editierkriegs" heraus.

Abgesehen davon lassen sich lokale Konflikte als stärkste Kampfzonen in den jeweiligen Sprachversionen von Wikipedia feststellen. In Frankreich gab es etwa den meisten Streit rund um den Eintrag zur Politikerin Segolene Royal. In Rumänien war das Fußballteam Universitatea Craiova am umstrittensten.

Ausgaben in zehn verschiedenen Sprachen untersucht
Wie die BBC berichtet, durchsuchten die Forscher der Oxford University und dreier weiterer Institutionen Wikipedia-Ausgaben in zehn verschiedenen Sprachen. Der neue Ansatz, die Krisenherde der Online-Enzyklopädie herauszufinden, stellte sich als erfolgversprechend heraus: Herangezogen wurden Log-Dateien, die Änderungen aufweisen, die innerhalb kürzester Zeit vollzogen werden, wobei teilweise Formulierungen jeweils aufgestellt, wieder gelöscht, danach wieder aufgestellt etc. wurden. Früher hatte man einfach die absolute Anzahl von Änderungen für die Feststellung eines "Editierkriegs" beobachtet.

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