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Syrische Rebellen nutzen iPad um mit Mörser zu zielen

Seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs setzen die Rebellen auf Selbstgebautes, da sie deutlich schlechter als Assads Armee ausgestattet sind. Dabei wird auch Unterhaltungselektronik zweckentfremdet. So haben die Rebellen 2012 etwa einen Panzer gebaut, dessen Maschinengewehr-Turm vom Schützen mit einem (Third-Party) PlayStation-Controller gesteuert wird.

In einem aktuellen Bild von Reuters sieht man, dass auch Markenprodukte zum (Kriegs)Einsatz kommen. Das Foto zeigt syrische Rebellen, die einen selbstgebauten Mörser mit einem iPad 3G ausrichten.

Moderne, militärische Mörser haben ein Zielgerät, dass, vorausgesetzt man kennt die Distanz zum Ziel, das Einstellen des richtigen Winkels erleichtert. Gibt es das nicht, muss in diesem Fall das iPad als Zielhilfe herhalten. Vermutlich läuft auf dem iPad eine Winkelmesser-App. Die Schussweite, und damit der Einschlagspunkt der Granate, bei einem Mörser wird durch den Winkel des Rohres bestimmt.

Syrische Rebellen nutzen ein iPad, um einen selbstgebauten Mörser auf das Ziel auszurichten
Hier der englische Bildtext des Reuters-Fotos:
A member of the 'Ansar Dimachk' Brigade, part of the 'Asood Allah' Brigade which operates under the Free Syrian Army, uses an iPad during preparations to fire a homemade mortar at one of the battlefronts in Jobar, Damascus September 15, 2013. REUTERS/ Mohamed Abdullah

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