Digital Life
02.10.2017

Tesla will Supercharger zu Einkaufszentren ausbauen

Restaurants, Geschäfte und Toiletten sollen dabei helfen, die Wartezeit beim Laden zu überbrücken. Die Mega-Supercharger sollen rund 40 Autos gleichzeitig versorgen.

Tesla könnte Supercharger-Stationen künftig mit Restaurants, Geschäften und Toiletten ausstatten. Das stellte Tesla-Manager JB Straubel bei der Restaurant-Fachmesse FSTEC in Aussicht. „Die Menschen kommen und verbringen 20 bis 30 Minuten an diesen Stationen“, erklärte Straubel. „Sie wollen etwas essen, sie wollen eine Tasse Kaffee trinken oder die Toilette nutzen.“ Er zeigte unter anderem ein Mock-up eines derartigen „Mega-Superchargers“, der optisch stark einer Raststätte ähneln soll.

Tesla hat aber nach eigenen Angaben keinerlei Interesse daran, selbst Restaurants oder Geschäfte zu betreiben. Stattdessen wolle man Partnerschaften anstreben - ein großes Risiko für die Marke Tesla, wie Kritiker anmerken. Tesla versucht mit hohem finanziellen Aufwand die Kontrolle über die Marke zu bewahren und produziert zahlreiche generische Bauteile selbst und plant Gerüchten zufolge sogar einen eigenen Musik-Streamingdienst für seine Kunden.

Pause bei längeren Fahrten

Tesla-CEO Elon Musk kündigte bereits Anfang August bei einer Telefonkonferenz derartige Mega-Supercharger an, die Platz für mehr als 40 Fahrzeuge bieten sollen. Im Gegensatz zu den kürzlich vorgestellten kompakten Superchargern für Innenstädte könnten diese vor allem auf stark befahrenen Schnellstraßen platziert werden, um Pausen bei längeren Fahrten zu ermöglichen.