Digital Life
28.06.2014

Tödlicher Stromschlag durch USB-Netzteil

Ein schadhaftes Billignetzteil war offenbar für den Tod einer 28-jährigen Australierin verantwortlich. Der USB-Stecker entsprach nicht den gesetzlichen Sicherheitsstandards.

Ein billiger USB-Stecker wird in Australien für den Tod einer Mutter von zwei Kindern verantwortlich gemacht. Die 28-Jährige erlitt über ihren Laptop und eingestöpselte Kopfhörer einen tödlichen Stromschlag, wie die Verbraucherschutzbehörde im Bundesstaat New South Wales am Freitag berichtete.

Sie wurde mit Verbrennungen an Ohren und Brust tot in ihrer Wohnung gefunden. „Es sieht alles danach aus, dass dieser Stecker etwas mit dem Stromschlag zu tun hatte“, sagte Behördenchef Rod Stowe.

Der tödliche Stromschlag ging vermutlich von einem USB-Netzteil aus, das mit einem Smartphone zum Laden verbunden war. An derselben Steckdose hing das Ladegerät des Laptops, über das die 28-Jährige Musik hörte. In dem Stecker, der normalerweise zum Aufladen von Handys und Tablets verwendet wird, fehlte Isoliermaterial und entsprach somit nicht den australischen Sicherheitsstandards, berichtete die Behörde.

Warnung vor Billigprodukte

Sie ließ die Fabrikate und andere Stecker bei einem Händler beschlagnahmen. Ihm drohe eine Anklage. Die Behörde warnte vor elektronischen Geräten, die nicht die gesetzlichen Sicherheitsstandards erfüllen.

In Europa informiert das Warnsystem der Europäischen Union namens Rapex über problematische und gefährliche Produkte.