Digital Life
13.05.2013

Trennungen werden durch Facebook schwieriger

Einer US-Studie zufolge macht es Facebook schwerer, eine Trennung zu verarbeiten. 30 Prozent der Befragten löschen die (gemeinsamen) Fotos von der oder vom Liebsten nicht. 50 Prozent drücken sofort auf "entfernen" im Netz, bereuen es aber später. Die Forscher fordern nun Tools, mit denen das vorübergehende Verschwinden von Fotos mit Tags ermöglicht wird.

Forscher der Universität von Kalifornien haben 24 Personen zwischen 19 und 34 befragt, wie sie mit ihren digitalen Erinnerungen nach einer Trennung umgehen. Ein Drittel der Befragten konnte sich nicht dazu entschließen, die Fotos, Videos und Erinnerungen an die Beziehung und den Menschen, der damit verbunden war, zu löschen.

Fotos verbannen - oder doch nicht?
Die Hälfte, also 12 Personen, entschlossen sich zur sofortigen Löschung der Online-Erinnerungen - die meisten davon bereuten es allerdings zu einem Zeitpunkt. Schließlich ist es immer noch möglich, wieder mit der Person zusammenzufinden, und wenn dann die Fotos weg sind, könnte die Person etwa verletzt sein. Das ist allerdings nur ein möglicher Grund.

Die restlichen vier befragten Personen löschten oder behielten bestimmte Erinnerungen, das entschieden sie individuell. Einige der Befragten löschten das Profil ihres Ex-Freunds/ihrer Ex-Freundin unmittelbar nach der Trennung.

"Konstante Erinnerung"
"Aus dem Augen, aus dem Sinn - dieses Prinzip ist nicht mehr länger möglich, wenn es zu Trennungen kommt, weil Fotos und digitale Erinnerungen online gespeichert sind und Menschen konstant an ihre frühere Beziehung erinnert werden", so die kalifornischen Forscher in der "Daily Mail".

Aus diesem Grund fordern sie Tools, mit denen es möglich ist, Fotos vorübergehend zum Verschwinden zu bringen, in dem etwa alle Fotos, die mit Tags zu bestimmten Personen versehen sind, mit einem Tool vorübergehend entfernt werden - so lange, bis man über den Schmerz hinweggekommen ist.

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