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Trotz Kritik: Taxi-Dienst Uber expandiert in Europa

Die Expansionspläne für Deutschland kündigte Pierre-Dimitri Gore-Coty, Nord- und Westeuropa-Chef von Uber, in der „Welt am Sonntag“ an. Das US-Unternehmen vermittelt Hobby-Fahrer, in den USA aber zunehmend auch Taxifahrer als Chauffeure. Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband will sich gerichtlich gegen die Konkurrenz wehren. „Eine Klage wird vorbereitet“, sagte Verbandsgeschäftsführer Thomas Grätz dem Blatt. „Wir sind zuversichtlich, dass die Attacke auf das Taxigewerbe abgewehrt wird.“

In Wien am Start, in Berlin verboten

In Berlin hatte das Landgericht den Chauffeur-Dienst diese Woche in einer einstweiligen Verfügung verboten. Der klagende Taxiunternehmer will die Entscheidung aber nicht durchsetzen, weil er nach einem möglicherweise anderen Urteil in der Hauptsache hohe Schadenersatz-Forderungen befürchtet. Das US-Start-up will seinen Dienst wie bisher anbieten. Auch in Österreich ist Uber - allerdings ohne große Protestmaßnahmen - in Wien vor kurzem gestartet.

Manager Gore-Coty sagte der „Welt am Sonntag“, die Rechtslage sei lange nicht so eindeutig wie von den Taxifahrern behauptet. „Die deutsche Gesetzgebung ist zu einer Zeit geschrieben worden, als das Internet noch nicht erfunden war und es unseren Vermittlungsservice gar nicht hätte geben können.“

In den USA ist die Internetfirma seit fünf Jahren am Markt und inzwischen in etwa 50 Städten vertreten. Auch dort sowie in Paris und Brüssel ist es zu Konflikten mit Taxifahrerngekommen. Der Deutsche Taxiverband wirft Uber vor, Chauffeure ohne Taxi-Schein und ohne ausreichende Versicherung zu vermitteln.

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