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Österreich Türkische Hacker legten Zeitungswebseite oe24.at lahm.

 
  - Foto: sp4764 - Fotolia/sp4764/Fotolia
Das Innenministerium bestätigte eine DDoS-Attacke, die am Freitagvormittag für Probleme auf der Webseite der Tageszeitung "Österreich" sorgte.

Die Webseite der Tageszeitung „Österreich“, oe24.at, ist am Freitagvormittag für rund drei Stunden offline gewesen. Wie oe24.at mitteilte, haben türkische Hacker die Seite durch eine sogenannten DDoS-Attacke lahmgelegt. Dies gehe aus den Logfiles hervor, die Anfragen seien von türkischen IP-Adressen gekommen, sagte oe24.at-Chef Niki Fellner zur APA. Das Innenministerium bestätigte den Angriff.

Bei einer DDoS-Attacke wird eine Internetseite mit so vielen Anfragen überschüttet, dass sie zusammenbricht. Den Angaben von oe24.at zufolge seien es bis zu 400.000 Requests pro Sekunde gewesen. Zwischen 7.00 und 10.00 Uhr seien die Server mehrmals in die Knie gegangen.

Drohungen

Fellner führte den Angriff auf die kritische Berichterstattung über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurück. „Wir lassen uns von diesen Hacker-Attacken nicht einschüchtern und werden weiter kritisch über Erdogans Politik berichten“, erklärte Fellner. Bereits vor dem Angriff habe es Drohungen gegeben.

Das Innenministerium bestätigte die Cyberattacke auf oe24.at gegenüber der APA. Der Verfassungsschutz habe Ermittlungen aufgenommen. Es werde davon ausgegangen, dass es sich um dieselbe Tätergruppe handle, die auch die Webseiten von Flughafen Wien, Parlament, Nationalbank sowie Verteidigungs- und Außenministerium angriff.

(apa) Erstellt am 17.03.2017, 12:56

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