Kartell-Veto
04/16/2011

TV-Sender kämpfen um Videoplattform

Nach einem Veto des Bundeskartellamts legen die Fernsehkonzerne ProSiebenSat.1 und RTL nun Beschwerde ein.

Im Streit über den Aufbau einer gemeinsamen Internet-Videoplattform gehen die Fernsehkonzerne ProSiebenSat.1 gegen das Veto des Bundeskartellamtes vor. „Wir haben die Beschwerde gegen die Untersagung am Freitagabend dem Bundeskartellamt übermittelt“, erklärte RTL dem „Spiegel“. Auch ProSiebenSat.1 hat dem Nachrichtenmagazin zufolge eine entsprechenden Beschwerde eingereicht. Diese komme einer Klage gleich, denn das Bundeskartellamt werde sie an das Oberlandesgericht Düsseldorf weiterleiten, berichtete „Der Spiegel“ am Samstag vorab.

Das Bundeskartellamt hatte Mitte März den Unternehmen untersagt, eine Online-Plattform aufzubauen. Die beiden Fernsehkonzerne, die den milliardenschweren deutschen TV-Werbemarkt de facto unter sich aufteilen, wollten auf dem Internetportal kostenlos Serien, Filme, Shows oder Nachrichtensendungen anbieten, bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung. Auf den Portalen RTLnow und der Internet-Videothek Maxdome haben die beiden zwar schon viele Sendungen online gestellt, doch sollte eine zentrale Plattform, die auch für ARD und ZDF offen ist, den Durchbruch bringen. Nach Ansicht der  Kartellwächter würde eine gemeinsame Internet-Videoplattform „das marktbeherrschende Duopol der beiden Sendergruppen auf dem Markt für Fernsehwerbung“ verstärken.

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