Digital Life 14.10.2016

Online-Proteste gegen Trumps "Pussy"-Sager

Trump © Bild: AP/Steve Helber

Auf Twitter machen Nutzer ihrem Ärger über das Frauenbild von Donald Trump, das etwa durch das Auftauchen eines Videomitschnitts entlarvt wurde, Luft.

Das Video, auf dem zu hören ist, wie Donald Trump mehr oder weniger sagt, als Star könne er allen Frauen gegen deren Willen ohne Konsequenzen zwischen die Beine greifen, sorgt auch auf Twitter für heftige Reaktionen, wie vogue berichtet. Unter dem Hashtag #notokay wird Trumps Verharmlosung sexueller Übergriffe millionenfach kritisiert. Zudem werden auch Schilderungen von Übergriffen, die Frauen immer noch in großer Zahl im Alltag erleben müssen, gesammelt. Der Hashtag war zwischenzeitlich an der Spitze der Twitter-Trending-Charts in den USA zu finden. Die kanadische Autorin Kelly Oxford, die den Hashtag kreiert hat, sagt, in den ersten Stunden seien mindestens 50 Übergriffe auf Frauen unter "notokay" geteilt worden.

Der Hashtag hat so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, dass inzwischen zahlreiche Medien über die Online-Proteste gegen alltägliche Sexualverbrechen und deren Verharmlosung berichtet haben. Viele Geschichten, die von Twitter-Nutzerinnen geteilt werden, handeln von Übergriffen in Situationen des täglichen Lebens, etwa in Restaurants oder Einkaufszentren, teilweise auf Opfer, die noch Kinder sind oder waren.

Auch Männer mischen sich in die Diskussion ein und weisen etwa darauf hin, dass Trumps Aussagen mit "Umkleidekabinengerede" (Locker Room Talk, Anm.) - ein Begriff, mit dem versucht wurde, Trumps Verhalten zu verharmlosen - nichts zu tun hätten. Die unter dem Begriff Rape-Culture zusammengefasste gesellschaftliche Akzeptanz für sexuelle Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung wird ebenfalls thematisiert. Mittlerwiele haben sich bei der New York Times auch schon Frauen gemeldet, die angeblich persönlich Opfer von Trump-Übergriffen geworden sind.

( futurezone ) Erstellt am 14.10.2016