Digital Life
04.05.2016

Uber protestiert mit Pferdekutschen gegen Gesetz

Ein neues Gesetz im australischen Bundesstaat Queensland stellt Ridesharing unter Strafe. Uber will sich nun mit kuriosen Methoden wehren.

Der Fahrtdienstvermittler Uber protestiert mit ungewöhnlichen Mitteln gegen eine Gesetzesänderung im australischen Bundesstaat Queensland. Das neue Gesetz stellt Ridesharing, wie es von Uber praktiziert wird, unter Strafe. Fahrern drohen bei Verstoß Geldstrafen in der Höhe von bis zu 23.560 australischen Dollar (rund 15.000 Euro). Uber rief bereits im Vorfeld seine Kunden zum Protest auf. Dem kamen sie offenbar auch nach, denn laut Uber blockierte die Regierung von Queensland die Protest-Mails nach einer Weile.

Daher entschied man sich für den klassischen Weg: Uber druckte mehr als 15.000 E-Mails seiner Kunden auf Papier aus, stopfte sie in Leinensäcke und transportiere sie per Pferdekutsche an Annastacia Palaszczuk, der Premierministerin von Queensland. Ob die Protestaktion Wirkung zeigte ist unklar, das milliardenschwere Start-up dürfte aber wohl nicht so rasch aufgeben. Auch hierzulande sah man sich zuletzt mit Protesten von Taxi-Unternehmen konfrontiert, die das Geschäftsmodell des US-Unternehmens als Bedrohung empfinden.