Barrierefreiheit

Überarbeiteter US-Gesetzesbeschluss für barrierefreien Zugang zu neuen Medien

Ein neues US-Gesetz, welches die erleichterte Nutzung neuer Medien für Menschen mit sensorischer Behinderung erreichen soll, hat den US-Kongress passiert und wartet nun auf die Unterzeichnung durch Präsident Obama. Die American Association of People with Disabilities (AAPD) begrüßt den Schritt als "Sieg für Zivilrechte in der zunehmend digitalisierten Welt" und stellt klar, dass "Menschen mit sensorischer Behinderung nicht als zweite-Klasse Bürger im Amerika des 21. Jahrhunderts behandelt werden", wie AAPD Präsident und CEO Andrew Imparato verlautbaren ließ.

Ausweitung eines bestehenden Gesetzes

Der H.R. 3101: Twenty-first Century Communications and Video Accessibility Act of 2009 ist eine Überarbeitung der bestehenden Bestimmungen und legt besonderen Wert auf Smartphones und TV-Angebote. So werden Mobilfunkanbieter verpflichtet, Webbrowser sowie SMS-und E-Mail Nachrichten barrierefrei zugänglich zu machen. Weiters müssen TV-Anbieter ihre Programmnavigation und Auswahlmenüs auch für Menschen mit Sehbehinderung anpassen und garantieren, dass uneingeschränkter Zugang zu eventuellen Zivilschutz-relevanten Meldungen, wie etwa Unwetter-Warnungen besteht.

Auch wenn der Beschluss zum großen Teil positiv aufgenommen wird, kommt vereinzelt Kritik an den detaillierten Beschlüssen. So müssen zum Beispiel nur audiovisuelle Inhalte untertitelt angeboten werden, die im regulären TV-Programm und als Online-Inhalt bereitgestellt werden. Exklusive Online-Inhalte, wie die immer populärer werdenden Web Series sind nicht betroffen.

(Thomas Prenner)

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