Digital Life
29.01.2017

Überwachungskameras von Washington DC mit Ransomware infiziert

Nur acht Tage vor Trumps Angelobung wurde das Netzwerk der Überwachungskameras in der US-Hauptstadt angegriffen und teilweise lahmgelegt.

Wie die Washington Post berichtet, wurde erst jetzt eine Cyberattacke öffentlich gemacht, die kurz vor der Angelobung von Donald Trump stattgefunden hat. Acht Tage vor der Amtseinführung entdeckten Beamte, dass vier Anlagen des Überwachungskamera-Netzwerks in Washington DC nicht mehr aufzeichneten. Bei der Untersuchung stellten sie fest, dass die Festplattenspeicher mit zwei verschiedenen Arten von Ransomware befallen waren.

Schließlich wurden alle Speicher des Kamera-Netzwerks untersucht. 123 der insgesamt 187 Speicher waren von der Malware befallen, das entspricht 70 Prozent. Die Ransomware konnte entfernt werden, ohne Lösegeld zu bezahlen. Laut den offiziellen Stellen dauerte der Zwischenfall etwa 48 Stunden. Andere Netzwerke wurden nicht befallen, auch ein Zugriff auf die Kameras von Unbefugten habe nicht stattgefunden.

Wer hinter der Cyberattacke steckt, ist unbekannt. Es ist wohl Zufall, dass die Ransomware das Kamera-Netzwerk kurz vor Trumps Angelobung infiziert hat. Der Zwischenfall wurde vermutlich erst jetzt bekannt gegeben, um Panik und Spekulationen kurz vor der öffentlichen Angelobung von Trump zu vermeiden.