Digital Life
08.12.2016

United Airlines sorgt mit Gepäckfach-Gebühr für Ärger

Im künftig günstigsten Tarif der Fluglinie United Airlines darf man das Gepäckfach über den Sitzen nur noch gegen Gebühr verwenden. Der Vorstoß wird scharf kritisiert.

"Kommt als nächstes eine Extra-Gebühr für Sauerstoff-Verwendung?", fragt die Washington Post zynisch, nachdem die US-Fluglinie United Airlines eine Zusatzgebühr für die Verwendung von "Overhead Bins" angekündigt hat. Wer künftig das günstigste Ticket der Airline bezieht, darf nur noch ein Gepäckstück mitnehmen, dass er unter dem Vordersitz verstauen kann. Die Verwendung des Gepäckfachs über den Sitzen ist nur gegen eine Zusatzgebühr erlaubt.

United Airlines gibt vor, Kunden mit dem neuen Tarif namens "Basic Economy" eine neue Wahlmöglichkeit zu eröffnen. Kritiker sehen darin eine Grenzüberschreitung. Besonders bei Billigfluglinien muss man heute für verschiedenste, früher selbstverständliche Annehmlichkeiten wie Gratis-Getränke oder im Ticketpreis inkludierte Gepäckstückmitnahme bezahlen. Die Verwendung der Gepäckfächer an Bord sei allerdings eine der letzten Bastionen eines Mindeststandards gewesen, meint etwa der US-Senator Charles Schumer.

In Sozialen Netzwerken werden noch schärfere Töne zu dem Thema angeschlagen. "Vielleicht zahlt man künftig auch für die Sitzkissen", heißt es da etwa oder "Wann wird das endlich aufhören?". Viele Kommentatoren schlagen einen Boykott der Fluglinie vor. Schlussendlich gibt es aber auch sarkastische Vorschläge zum Umgehung von Extragebühren wie diesen: "Ich werde mir in Zukunft einfach das ganze Gepäck anziehen: Vier Paar Socken, viel Unterwäsche, drei Hosen..."