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Digital Life
07/15/2013

US-Amerikaner klagt Apple wegen Porno-Sucht

Weil sein Leben "systematisch von pornografischen Inhalten vergiftet wurde", reicht ein Anwalt in Nashville, Tennessee, Klage gegen Apple ein. Das Unternehmen hätte es verabsäumt, ihn ausreichend vor der Gefahr zu schützen.

Wie Ars Technica berichtet, sollte die 50 Seiten lange Anklageschrift des Anwalts Chris Sevier wohl zu den skurrilsten gehören, die Apple jemals untergekommen sind. "Der Kläger ist ein Opfer von Apples Produkt, das ihm ohne eine Warnung vor dem Schaden, den Pornografie verursacht, verkauft worden war", zitiert die Webseite Above the Law den Text.

Erregungssucht
Sevier gibt an, stets an die pro-familiäre Einstellung von Apple geglaubt zu haben. Es gäbe keinen Grund für das Unternehmen "Online-Pornografie zu unterstützen; explizite sexuelle Inhalte, die zur Verbreitung von Erregungssucht führen; Sex-Handel, Prostitution und eine Unzahl von zerstörten Leben."

Der Anwalt führt weiter aus, dass die Möglichkeit, mit Apple-Produkten Pornos anzusehen, zu einem "unfairen Wettbewerb" zwischen seiner Frau und Pornostars geführt habe. Das Resultat sei eine Verschlechterung der Beziehung gewesen.

Tippfehler
Angefangen habe die ganze Misere, als Sevier im Safari-Browser statt "facebook.com" die Adresse "fuckbook.com" eingab. Daraufhin sah er pornografische Bilder, "die seine biologischen Sinne als ein Mann ansprachen und zu einer ungewollten Sucht mit nachteiligen Folgen führten". Apple hätte laut Sevier klarerweise ahnen müssen, "dass ein Mann voller Harmonien geboren wird und von Frauen attackiert wird, die mit sexuellen Akten beschäftigt sind, mit der Absicht stellvertretende Erregung auszulösen."

Filter-Forderung
Trotz der schweren Anschuldigungen ist Sevier bereit, die Klage gegen Apple fallen zu lassen, wenn das Unternehmen seinen Forderungen entspreche. Er verlangt, dass Apple seine Geräte künftig in einem "sicheren Modus" verkaufe. Dies beinhalte einen Filter für pornografische Inhalte, der ab Werk eingestellt ist. Falls sich ein Käufer über diesen Filter hinwegsetzen wolle, solle er sich von Apple ein entsprechendes Passwort besorgen. Unter 18 Jahren sollte dies jedoch unmöglich gemacht werden.

Entspricht Apple der Forderung nicht, werde Sevier Schadenersatz von Apple fordern. Apple hat sich bisher noch nicht zu dem Fall zu Wort gemeldet. Die volle Anklageschrift von Chris Sevier kann man in einem Scribd-Dokument nachlesen.

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