Digital Life
24.05.2013

US-Heimatschutz warnt vor 3D-Drucker-Waffen

In einem aktuellen Schreiben zeigt sich das Department of Homeland Security besorgt über die Entwicklungen im Bezug auf Waffen aus dem 3D-Drucker. Entsprechende staatliche Regulierungen seien demnach kaum wirksam umsetzbar.

Wie Fox News berichtet, heißt es in der ministeriumsinternen Aussendung unter anderem: „Signifikante Fortschritte bei der Entwicklung von 3D-Druckern sowie die Verfügbarkeit von kostenlosen Druckvorlagen und die Schwierigkeit, die Vorlagen zu regulieren“ könnte Risiken für die Öffentlichkeit bedeuten. Demnach sei es „unmöglich“, den Zugriff auf die Druckvorlagen wirksam zu limitieren, wodurch sich jeder Bürger Zugang zu Waffen verschaffen könnte.

Es wird auch die Problematik angesprochen, dass die gedruckten Waffen über keine eindeutig identifizierbare Seriennummer verfügen und von Metalldetektoren nicht erkannt werden können. Strenge Gesetze gegen das Herstellen von Waffen können zwar abschrecken, aber nicht verhindern“, so das Schreiben weiter.

Das Papier bezieht sich auch direkt auf die Gruppierung Defense Distributed, die das erste funktionsfähige Waffenmodell aus dem 3D-Drucker entworfen und zum Download

gestellt hat. Die Baupläne wurden auf Bitten der US-Behörden jedoch wieder offline
.

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