Digital Life
21.07.2016

US-Marine wegen Software-Piraterie verklagt

Ein deutsches Software-Unternehmen hat die US-Marine wegen einer Software-Verletzung auf einen Gesamtwert von knapp 600 Millionen US-Dollar verklagt.

Das bayrische Unternehmen Bitmanagement Software GmbH aus Berg wirft der US-Marine vor, Verstöße gegen das Urheberrecht begangen zu haben und hunderttausende Kopien der 3D- und Tracking-Software BS Contact Geo unerlaubt im Einsatz zu haben. Das berichtet „The Register“, der die Klage vorliegt, mit der sich der US Court of Federal Claims beschäftigen muss. Die US-Marine soll „mutwillig“ gegen die Software-Urheberrechte verstoßen haben, heißt es darin.

Auf 558.466 Rechnern

Die deutsche Firma klagt auf einen Betrag von 596 US-Millionen-Dollar. Die Software der Firma ermöglicht die Visualisierung von geografischen Daten. Bitmanagement behauptet laut dem Bericht, der US-Marine im Jahr 2011 38 Kopien der Software für ein Pilotprojekt überlassen zu haben. Man habe gehofft, dass es Folgeaufträge geben werde, wenn die US-Marine weitere Lizenzen für einen großflächigen Einsatz benötigen werde.

Die Firma hat dabei den Kopierschutz der Software für die US-Marine deaktiviert. In den Jahren 2013 bis 2015 liefen Verhandlungen über den Kauf der Lizenzen. Die US-Marine soll laut dem deutschen Unternehmen auf der Basis der 38 Kopien die Software auf insgesamt 558.466 Rechnern installiert haben. Jede Lizenz der Software sei aber rund 800 Euro wert, heißt es in der Klage.