Digital Life
06.10.2014

US Navy kreist Gegner mit autonomen Schwarm-Booten ein

Um Angriffe mit kleinen Booten zu verhindern, testet die US Navy autonome Roboter-Boote, die im Schwarm gegen Feinde vorgehen.

Mit einer Truppe so genannter USVs (unmanned surface vehicle) will die US Navy Angriffe wie jenen im Jahr 2000 auf die USS Cole in Zukunft verhindern. Das Kriegsschiff war vor der Küste von Jemen mit einem sprengstoffbeladenen, kleinen Boot attackiert worden. Solche Gegner will man nun mit autonomen Roboter-Booten ausschalten. In mehreren Demonstrationen im James River in Virginia wurde gezeigt, wie bis zu 13 autonome Boote ein Ziel einkreisen und notfalls auch stoppen können.

Zum autonomen Schwarm-Boot werden herkömmliche Boote, nachdem sie mit einer Technologie namens CARACaS (Control Architecture for Robotic Agent Command and Sensing) ausgestattet werden. Die Navy hat sich dabei Erkenntnissen der NASA beim Bau des Curiosity Mars-Rovers bedient. CARACaS ist ein Paket von Sensoren, Computern und Motoren, die ein Boot zum autonomen Roboter machen.

Ferngesteuertes Maschinengewehr

Zusätzlich zu den autonomen Fähigkeiten trägt jedes Boot ein Kaliber 50 Maschinengewehr mit sich, das von Menschen ferngesteuert wird und dazu eingesetzt werden soll, um feindliche Boote (oder deren Mannschaft) fahruntüchtig zu machen, berichtet ABC News. Die unbemannten Roboter-Boote sollen das Risiko für die eigenen Soldaten minimieren.

Die US-Navy zeigte sich nach den Demonstrationen begeistert. "Wenn die USS Cole von autonomen USVs unterstützt worden wäre, hätte man diesen Angriff stoppen können, und zwar lange bevor der Gegner der Schiffsbesatzung nahe gekommen wäre", ist Matthew Klunder, Leiter des Office of Naval Research der US Navy, überzeugt.